Husten '

Husten '

Während der Wintermonate sind viele Menschen von Husten, Schnupfen, Heiserkeit betroffen. Gerade Husten ist unangenehm, unabhängig davon, ob es sich um einen kratzenden Reizhusten oder bereits um den produktiven Husten bei einer Erkältung oder einem grippalen Inafekt handelt. Daher galt es für den Experten-Club von Gesunde Medizin dieses Mal, Tipps und Ratschläge einzusenden, die Hals und Bronchien Linderung verschaffen.

Feuchtigkeit und Wärme, da ist sich der Experten-Club mit überwiegender Mehrheit einig, sind die beiden Hauptfaktoren, um dem Husten Einhalt zu gebieten. Warm halten ist also einer der beiden Grundsätze für die kühleren und kalten Monate, gerade der Hals sollte mit Rollkragen und/oder Schal gut geschützt sein. „Wärme ist für mich ein Allheilmittel“, berichtet z. B. Amalie Brander aus Eschborn. Wenn das erste Kratzen sich bereits bemerkbar macht, kann ein Schal auch über die Nacht hinweg dafür sorgen, dass der anfällige Bereich zwischen Kinn und Schulter nicht zu sehr auskühlt.

Feuchtigkeit für die Atemwege ist der zweite Aspekt, der dazu beiträgt, einen Husten zu vermeiden oder zu lindern. Inhalationen sorgen dafür, den gesamten Bereich von der Mundhöhle bis zu den Bronchien durch feuchte Wärme gesund zu halten. Einige Zusätze zum Dampfbad können zusätzlich die Gesundheit schützen und fördern. Außerhalb der vier Wände lassen sich mit Nasen- und Rachensprays die Zeichen der Trockenheit im Hals vorübergehend mindern.

Für unterwegs eignen sich auch Hustensäfte und Halsbonbons. Gerade Reizhusten kann unterwegs, im Beruf oder in der Freizeit extrem lästig sein. Wer seinen Hals mit pflanzlichen Mitteln wie beispielsweise einem Extrakt aus Efeublättern und Thymian beruhigen möchte, kann mittlerweile auf praktische, einzeln portionierte Hustensaftpräparate zurückgreifen. Auch auf Schüßler Salze vertraut ein Teil des Experten-Clubs, beispielsweise Rosemarie Tittes aus Zwickau, und wenn es um die Linderung von Hustenattacken geht, insbesondere auf die Nummer Drei: „Dreimal täglich fünf bis zehn Tabletten helfen und wenn man Glück hat, bricht der Husten erst gar nicht aus.“ Bei allen Hustenpräparaten gilt es, zur Nacht eher den Hustenreiz zu stillen und damit den Schlaf zu fördern und über den Tag besser den Husten zu lösen – um damit den Abtransport von Krankheitserregern zu fördern.

Egal, ob zu Hause oder unterwegs, seinem Körper sollte man viel Flüssigkeit zuführen – möglichst heißen Tee oder den Klassiker bei Husten und anderen Erkältungskrankheiten, heiße Milch mit Honig. „Wichtig ist, viel zu trinken, damit der zähe Schleim verflüssigt wird und besser abgehustet werden kann“, empfiehlt Annette Haas aus Mannheim, die persönlich wegen des Vitamin C-Gehaltes eher auf warme Zitrone schwört. Und auch auf Ingwerwasser, das bei Sieglinde Schmitt aus Isny der Geheimtipp für die Husten- und Erkältungszeit ist. Hühnerbrühe bringt ebenfalls Flüssigkeit, das weiß Wencke Franke aus Königs-Wusterhausen. Beim Tee hingegen scheiden sich die Geister des Experten-Clubs – oder besser: die Geschmäcker. Salbei oder Thymian, Linden- oder Holunderblüten, Huflattich oder Spitzwegerich oder Eibischwurzel schmecken dem einen, helfen dem anderen … und bei manchen ist es auch eine Mischung von Heilpflanzen, die den Hals zur Ruhe kommen lässt.

Alte Hausmittel wie Wickel für den Hals oder den Brustbereich erfreuen sich auch heute noch – und nicht nur beim Experten-Club – großer Beliebtheit. Diejenigen, denen Wickel zu kompliziert oder zu aufwändig sind, können mit handelsüblichem Erkältungsbalsam aber ebenfalls für wohltuende Wärme und die Aufnahme hustenreizlindernder Stoffe sorgen.

Für einen Hustensaft nannte der Experten-Club häufig ein altes und offensichtlich bewährtes Hausmittel, ein selbst hergestellter Extrakt aus einer Zwiebel mit Zucker oder Kandis. Statt einer Zwiebel scheint auch Rettich ähnlich gut wirksam zu sein, nur etwas schwieriger in der Zubereitung. Katja Kreutz aus Duisburg kennt zwei Methoden: „Man kann den Rettich oben aushöhlen und in die Öffnung dann Kandiszucker einfüllen. Unten ebenfalls, z. B. mit einer dünnen Stricknadel, ein Loch bohren, damit der Saft ausfließen kann. Alternativ den Rettich in Scheiben oder Stücke schneiden und dick mit Kandiszucker belegen. Den Sud mit einem Teelöffel entnehmen oder mit einem Teesieb abschütten. Jede Stunde davon einen Teelöffel einnehmen und der Husten ist weg!“ Ob die ebenfalls erwähnten Rezepte für Zwiebelsaft mit warmen Bier, ein Tipp von Lara Bielski aus Rumohr, oder geröstetes Brot mit gehacktem Knoblauch, wie Tina Päper aus Eberswalde empfiehlt, eine ähnlich schnelle Wirksamkeit aufweisen, ist sicherlich vor allem eine Geschmacksfrage.